Dienstag, 13. Februar 2018

Die Westküste - Regenwald und Gletscher


Okay, Wanaka ist nicht wirklich Westküste,  sondern zentral im Süden der Südinsel gelegen. Das beschauliche Nest am gleichnamigen See ist im Gegensatz zur Küste der wärmste und trockendste Platz des Landes. Wir waren zum Waitangi-Day dort, dem neuseeländischen Nationalfeiertag. Da war der Zeltplatz rappelvoll, es wurde zur Abwechslung mal nicht deutsch gesprochen, dafür mit dem Boot zu Bon-Jovi-Klängen übern See gecruist. Und hübsch klettern kann man dort auch, im Schiefer...


Für die Westküste haben wir auf eins der kurzen Schönwetterfenster gewartet. Deshalb gibt es auch Sonnenfotos.


Große Besonderheit sind 2 Gletscher die nur wenige Km vom Meer entfernt aus den neuseeländischen Alpen gen Regenwald strömen. Quasi Alpen meets Costa Rica oder so. Das sieht sehr hübsch aus und gefällt natürlich nicht nur uns. Aber ich wiederhole mich.


Lokale Attraktion ist es sich mit dem Heli auf's Eis fliegen zu lassen und dann mit Steigeisen draufrumzuhüpfen. Wir haben uns auf einer Kurzwanderung zum Franz Josef-Gletscher eingereiht, der Foxgletscher war noch wegen den Auswirkungen eines abgeklungenen Zyklons geschlossen. Diese Extreme...


Das Tasmanische Meer.  Oder Mut zum Kitsch.



Montag, 12. Februar 2018

Ein Faschingsgruß ;)

Chinese Garden in Dunedin

Donnerstag, 1. Februar 2018

Im Land der Extreme

Wir haben ausgeharrt und uns erneut in den Milford gewagt. In eine Region in der jährlich 11 Mal (!!) so viel Regen wie in Dresden fällt und das will schon was heißen.  Dafür wurden wir mit 2 wunderhübschen Tagen im Sound belohnt.

Der Aufstieg zum Gertrude Saddle gilt schon als "Route", das ist die höchste neuseeländische Wanderkategorie. Meint alpine Wanderfähigkeiten sind gefragt. Leo hat sich tapfer geschlagen, am Klettersteig haben wir improvisiert, und vom Sattel wurden wir nach 600 Höhenmetern mit einem  genialen Blick gen Milford und Tasmanischem Meer belohnt.

Ein putziger Bewohner der Region ist der Bergpapagai Kea. Er lauert gern auf touristisch frequentierten Parkplätzen und sucht nach menschlichen Hinterlassenschaften. Auch für asiatische Touristenhorden posiert er gern.

Auch Bergsporteln waren wir im Milford, als Soft Mover sogar in der "Krone des Schwerkletterns" Little Babylon. Bekannt durch Simon Carter-Bilder von Mayan Smith-Gobat. 70 Minuten haben wir uns durch unglaublich verwurzelten Dschungel gekämpft. Belohnt wurden wir mit totaler Einsamkeit. Und das in Neuseeland!

Extrem mutet auch das Konzept der DOC-Umweltbehörde für die Zeltplätze im Tal an. Ein 140 Plätze fassendes Gelände am Fluss verfügt zwar über Toiletten, aber weder über fließend Wasser noch eine Müllentsorgung. Wir wissen uns zu helfen, aber ob das bei den Massen so besonders nachhaltig ist?

Extrem gibt sich auch Queenstown, Neuseelands Hauptstadt des Abenteuersports, wo mensch von Brücken oder aus Helikoptern springen, sich auf Ski vom Speed Boot übern Seen zerren lassen oder lustig gepanzert durch Schluchten rutschen kann. Wir sind ganz konservativ bei unserem sicheren beschaulichem Freizeitvergnügen geblieben. Am Wye Creek hoch überm Lake Wakatipu.

Obwohl es verlockend aussah, ließ sich Katrin nicht zum Freien Fall überreden. Und das auf historischem Boden: auf der Kawarau-Brücke fand 1988 der erste kommerzielle Bungy-Sprung der Welt statt.  Wir haben es beim schaudernden Zuschauen belassen.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Te Wahipounamu



Aoraki/ Mount Cook

Der für europäische Ohren etwas sperrige Maori-Name bezeichnet die Südwestregion der Südinsel, vom Mount Cook-Nationalpark bis ins feuchte Fjordland und ist UNESCO-Welterbe. Den Mount Cook/Aoraki konnten wir mangels alpiner Fähigkeiten nur von unten bewundern, dafür sind wir hübsch im Tale gewandert und Leo hat sogar 2000 Stufen bewältigt. Stolz wie Bolle war er und wir auf ihn. Die Landschaft erinnert ans zentraleuropäische Gebirge, richtig norwegisch wirds dagegen am Milford Sound. Ein echter Fjord, Tausendmeter-Wände aus dem Wasser, tiefe Wolken. Sehr schick. Robben lümmeln am Ufer und gar 5 Delphine schwammen am Ausflugsdampfer vorbei. Da freut sich Mensch und ignoriert sogar den aufziehenden Regen.  

Auf dem Hooper Valley Track

Entspannte Kinder

Darran Mountains

Milford Sound

...und seine Bewohner


Dienstag, 23. Januar 2018

Kunst und Naturwunder II

Long Beach bei Dunedin


Wir sind die Ostküste weiter zum Südzipfel gereist. Etwas regenärmer als der Westen, da die Neuseeländischen Alpen das Schlimmste abhalten.  In der Studentenstadt Dunedin haben uns die kreativen Cafes begeistert. Die Buchten der Umgebung locken mit Pinguinen,  Seelöwen und am Long Beach sogar  mit einem netten Kletterspot direkt am Meer. Die Catlins sind die Region ganz im Süden der Südinsel. Es warten wilde schicke Küstenabschnitte, der obligatorische Künstler (Lost Gypsy - unglaublich abgedrehte Kreationen aus Technik  und  organischem Material) und in der Curio Bay sogar ein versteinerter Wald am Meer. Überall ist mensch nicht allein und spricht in der Regel deutsch.


Cafe in Dunedin

Nugget Point in den Catlins

Liebestolle Seelöwen

Kunst beim Lost Gypsy

Ein 170  Millionen Jahre alter Baumstumpf

Montag, 22. Januar 2018

Neuseeland - Kunst und Naturwunder

Zerstörte Kathedrale in Christchurch

Tja, Neuseeland. Die Ozzis hatten uns vorgewarnt: "Welcome to the dark ages!" Sehnsuchtsdestination aller Deutschen wie wir tagtäglich erfahren dürfen. Wahrscheinlich weil alles so vertraut und europäisch erscheint. Der Kaffee (lecker!), die Landschaft (irisch, alpin bis norwegisch), das Getier (muh und mäh) und leider auch das Wetter (dresdnerisch-durchwachsen). Aber seien wir gerecht. Christchurch ist nach dem Erdbeben 2010 eine wahnsinnig interessante City mit Kunstprojekten an allen Ecken und Enden und spannenden Neubauten. Die allgegenwärtig präsente Maori-Kultur inklusive vieler Ortsnamen sorgt für Farbtupfer. In jedem Nest scheint sich ein Kunstschaffender niedergelassen zu haben. Robben, Seelöwen und Pinguine sind uns daheim auch noch nicht begegnet. Und die Landschaft ist natürlich wirklich Klasse, Europa hin oder her ;) 


Maori-Kirche auf der Banks Peninsula

Das abgedrehte Steampunk-Museum in Oamaru

Die Moeraki Boulder - Zu klein zum Bouldern



Dienstag, 2. Januar 2018

Das Finale

Bei unserem letzten Blogeintrag zu Australien ist hoffentich für jeden und jede noch einmal was dabei. 13500km im alten Stationwagon (der aber insgesamt erst 220000 von möglichen 700000km weg hat!) und 88 Zelttage liegen hinter uns.

Fazit: Australien ist grossartig, die Sonne scheint nicht immer, Schilder sind in - Schildhalter ist eine weit verbreitete Tätigkeit, Extreme sind alltäglich (Tierchen, Temperaturstürze, Landschaften und wechselnde Klimazonen...), Schlangen sieht man öfter als im Buch steht, 3 Monate zu kurz, unser Zelt dafür nicht geschaffen.... So einiges bleibt offen!

 


Ein abschließender Besuch von Weggefährten auf dem Bushcamp am Mount York vor dem großen Ansturm der australischen Kletterszene über den Jahreswechsel.



Da waren auch die Kakadus noch einmal in voller Pracht. Der Kamm öffnet sich nur beim Landeanflug.

Schlechtwettervariante: Cafe und heiße Schokolade gehen immer.


Beim Trad-Klettern muss man nicht anstehen. "The Eternity" (die Ewigkeit - 4 Sterne Megaklassiker)


Sachsentreffen in den Blue Mountains: Sebastian Wolf mit Freundin Eugenie zu Gast.


Wasser ist leider nicht ganz so unser Element.



Der Kreis schließt sich.